Wer sich ein Auto anschafft, muss auch eine Kfz-Versicherung abschließen. Die Verpflichtung zum Abschluss einer Haftpflichtpolice ist in Deutschland gesetzlich festgelegt. Viele Versicherungsgesellschaften bieten eine große Auswahl an Tarifen für Kfz-Versicherungen auch zu günstigen Preisen an. Selbstverständlich möchte jeder Versicherungsteilnehmer gerne möglichst niedrige Beiträge für gute Versicherungsleistungen zahlen. Jedoch ist ein gewisses Alter die Voraussetzung, um einen günstigen Tarif zu erhalten. Wer jünger als 25 Jahre alt ist, hat jedoch bei den meisten Kfz-Versicherungen kaum eine Chance, an solche Tarife zu kommen.
Dies liegt daran, dass die meisten Unfälle von jungen Fahrern verursacht werden. Junge Männer sind hierbei zudem wesentlich öfter in Unfälle verwickelt als junge Frauen. Regelmäßig aufgestellte Unfallbilanzen bestätigen dies. Wegen der erhöhten Unfallbeteiligung ihrer Personengruppe müssen Männer zwischen 18 und 24 Jahren höhere Versicherungsbeiträge zahlen. Im Schnitt sind die Versicherungskosten dann um etwa 30 Prozent höher. Hier spielt es auch keine Rolle, ob man selbst in einen Unfall verwickelt wird oder nicht, entscheidend ist, dass man aufgrund seines Alters und Geschlechts zu der risikoträchtigsten Personengruppe bei der Verkehrsbeteiligung zählt. Eine Beitragsminderung ist erst möglich, wenn man aufgrund seines Alters nicht mehr zur größten Risikogruppe zählt.
Frauen haben es hier einfacher. Frauen der Altersklasse unter 25 Jahren sind wesentlich seltener Unfallbeteiligte als die gleichaltrigen Männer und sind daher, statistisch gesehen, keine so große Risikogruppe.
Die meisten jungen Autofahrer wählen daher die Möglichkeit, sich bei den Eltern mitzuversichern. Hierbei melden die Eltern das Auto als Zweitfahrzeug an, was zu günstigeren Beiträgen für das Auto führt. Der Nachteil dabei ist, dass man keinen Bonus in Form von Jahren, die man unfallfrei fährt und die später zu einer Einstufung mit günstigeren Tarifen führen, ansammeln kann. Man kann sich aber auch die Schadensfreiheitsklasse eines anderen Familienmitglieds übertragen lassen, wodurch man direkt besser eingestuft wird und weiter unfallfreie Jahre angerechnet bekommt.