Seit einigen Jahren gibt es die staatlich geförderte Altersvorsorge. Sie ist ein notwendiges Instrument, da die eigentlich staatliche Rente im Alter vielfach nicht mehr ausreichen wird und der Bürger somit privat vorsorgen muss. Dazu werden vom Staat vier sogenannte Grundbausteine gefördert, die gerade in Zeiten niedriger Zinsen interessant sind.
Die vier Bausteine sind die Riester-Rente, die Basisrente, auch Rürup-Rente genannt, die betriebliche Altersvorsorge sowie Wohn-Riester, also die Altersvorsorge durch Immobilien. Alle vier Modelle haben dabei ihre Vor- und Nachteile, und auch wenn die Beantragung teilweise nicht gerade unbürokratisch ist, so lohnt sich doch in Zeiten niedriger Zinsen ein zweiter Blick. Besonders für Arbeitnehmer ist nämlich auch der kleinste Zuschuss aufgrund der Langfristigkeit der Verträge eine Investition, die sich auszahlen kann. Denn wenn die Zinsen wieder steigen, steigen auch die Renditen, und somit sollte man die staatlichen Förderungen auf jeden Fall in Anspruch nehmen.
Über Jahrzehnte hinweg galt die Kapital-Lebensversicherung als eine der wichtigsten Formen der Altersvorsorge in Deutschland. Diese sichere und zugleich lukrative Anlageform verliert jedoch derzeit immer mehr an Wert: Lagen die Renditen von Lebensversicherungen noch vor zehn Jahren bei rund 6,5 Prozent, werden heute durchschnittlich nur noch etwa 4,6 Prozent abgeworfen.
Nahezu 14 Millionen Bundesbürger haben inzwischen einen Riestervertrag zur Sicherung der privaten Altersvorsorge abgeschlossen und nehmen damit die Zulagen des Staates in Anspruch. Während zu Beginn dieses durch Zulagen geförderten privaten Vorsorgepaketes Rentenversicherungen und Riester-Sparpläne absolut im Vordergrund standen, hat sich dieses Bild inzwischen deutlich geändert.
Dass die Rente nicht unbedingt ausreicht, um im Alter den gewünschten Lebensstandard zu gewährleisten, ist den meisten jungen Menschen bewusst. Vielen Jugendlichen ist klar, dass sie für ihre Alterssicherung aktiv werden müssen, sei es in Form einer betrieblichen oder einer privaten Altersvorsorge. Aber dieses Wissen wird kaum in die Tat umgesetzt.