Das Leben ist unberechenbar. Krankheiten oder Unfälle geschehen meist dann, wenn man sie am wenigsten braucht. Wer sich im Notfall auf den Staat verlässt, ist seit 2001 verlassen, denn damals wurde die Berufsunfähigkeitsrente abgeschafft. Um im Ernstfall nicht ohne finanziellen Rückhalt dazustehen, sollte man möglichst früh vorsorgen. Die staatliche Erwerbsminderungsrente umfasst schließlich gerade etwa 38 Prozent des letzten Bruttoeinkommens und wird auch nur dann gezahlt, wenn der Betroffene nicht mehr als etwa drei Stunden arbeiten kann. Wer täglich zwischen etwa drei und sechs Stunden arbeiten kann, erhält den halben Satz und wer seit weniger als fünf Jahren in die Rentenversicherung einzahlt oder selbstständig ist, erhält erst gar keine Erwerbsminderungsrente.
Durchschnittlich wird etwa jeder vierte Bürger berufsunfähig, häufig aufgrund von psychischen Erkrankungen oder Rückenbeschwerden. Daher zählt eine entsprechende private Vorsorge zu den wichtigsten Versicherungsarten. Die Berufsunfähigkeitsversicherung unterstützt Versicherungsnehmer bereits bei einer Berufsunfähigkeit von circa 50 Prozent mit dem vollständigen oder prozentualen Ersatz des Verdienstausfalles.
Versicherungen sind ein Thema, das jeden angeht, bei dem sich aber nur die wenigsten Menschen wirklich gut auskennen. Schon bei der Frage, welche Versicherungen notwendig sind, fehlen den meisten die richtigen Informationen. Verbraucherschützer weisen daher immer wieder darauf hin, dass neben der privaten Haftpflichtversicherung vor allem die Krankenversicherung sowie eine Berufsunfähigkeitsversicherung auf den obersten Rängen der Notwendigkeitsliste stehen.
Der Studienbeginn stellt viele Studenten vor neue Aufgaben und lässt wichtige Dinge leicht in den Hintergrund geraten. Insbesondere den Bereich der Versicherungen sollte man dabei aber nicht aus den Augen verlieren und sich zumindest in drei Bereichen absichern.
Viele Berufseinsteiger sparen an der Berufsunfähigkeitsversicherung – tritt der Ernstfall jedoch ein, können die Konsequenzen schwerwiegend sein. Bei der Beitragsberechnung spielt neben dem ausgeübten Beruf auch das Alter eine Rolle: Experten empfehlen daher, eine Berufsunfähigkeitsversicherung schon zu Beginn der Ausbildung abzuschließen – die Laufzeit sollte sich im Idealfall bis zum Eintritt des Rentenalters erstrecken.
Für die meisten Studenten ist das Thema Berufsunfähigkeit noch kein Thema. Sie sehen keine Notwendigkeit in einer entsprechenden Versicherung. Dennoch ist es auch für Studenten sinnvoll, sich so früh wie möglich gegen das Risiko einer Berufsunfähigkeit abzusichern.