Riester Rente - Häufige Fragen
Wer hat Anspruch auf eine Riester Rente?Anspruch auf eine Riester Rente bzw. auf die Förderung einer Riester Rente haben nur bestimmten Personenkreise. Dies sind alle gesetzlich rentenversicherten Arbeitnehmer. Auch Beamte, Zivildienstleistenden, freiwillig gesetzlich Rentenversicherte und Eltern im Erziehungsurlaub, wie ebenso Arbeitslose bzw. Arbeitssuchende kommen in den Genuss der Förderung.
Wie hoch ist die maximale Förderung bzw. der Höchstbetrag an staatlichen Zuschüssen pro Jahr und Vertrag?
Pro Jahr und Vertrag können bis zu 154,00 Euro für Alleinstehende bzw. 308,00 Euro für Verheiratete und eine Zulage für alle Kinder mit Anpruch auf Kindergeld in Höhe von 185,00 Euro gewährt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, bis zu 2100,00 Euro pro Jahr als Sonderausgaben für Aufwendungen der betriebliche Altersvorsorge steuerlich geltend zu machen. Voraussetzung ist allerdings, dass man mindestens 4% des Jahresbruttoeinkommens einbezahlt hat.
Worauf muss ich bei der Auswahl eines Riester Rente Anbieters achten, damit ich Förderungen erhalte?
Jeder, der eine Riester Rente anbietet, muss eine Riester-Zertifizierung vorweisen können. Diese wird dann erteilt, wenn entweder eine monatliche Leibrente bis mindestens zum 85.Lebensjahr und/oder eine Kapitalabfindung vorgesehen ist (Kapitalwahlrecht). Die Auszahlung des Nominalwertes der Einzahlungen muss garantiert sein. Die Kosten für die Abschlussprovision und andere Gebühren müssen auf mindestens zehn Jahre der gesamten Versicherungssumme verrechnet und detailliert dargelegt werden.
Was ist der Sockelbetrag?
Der Riester-Sockelbeitrag beträgt 60 Euro/Jahr und beschreibt die Mindestsumme, die einkommensschwache Förderberechtigte bzw. jene zahlen müssen, die aufgrund von mehreren Kinderzulagen mehr an Riester-Förderung erhalten, als ihr Mindestbeitrag (also 4% des Jahresbruttoeinkommens) ausmachen würde. Er wurde eingeführt, um Einkommensschwachen die volle Förderung zukommen lassen zu können und andererseits auch, damit der Staat nicht alles an Förderung tragen muss.
Was passiert, wenn ich mehr als 4% des Jahresbruttoeinkommens in meinen Riester-Vertrag einzahle?
Es erhöht sich automatisch die Ansparsumme des Vertrages und damit auch die spätere Leibrente bzw. Kapitalauszahlung. Dennoch bleiben die als Sonderausgaben für Aufwendungen der betriebliche Altersvorsorge steuerlich geltend zu machenden bei maximal 2100,00 Euro im Jahr begrenzt.
Was ist die Günstigerprüfung?
Die Günstigerprüfung wird vom zuständigen Finanzamt vorgenommen. Dieses prüft, ob für den Riester Renten Versicherungsnehmer die staatliche Riester-Zulage oder der Sonderausgabenabzug (also der Abzug von maximal 2100,00 Euro vom steuerpflichtigen Jahresbruttoeinkommens) günstiger ist.

